Geschichte
Ursprung
Die Region rund um Johannesburg wurde schon seit Millionen Jahren bewohnt. In den Sterkfontein Höhlen wurde das komplette Skelett eines 3,3 Mio. Jahren alten Hominidaes gefunden.Vor ca. 100.000 Jahren wurde die Region Johannesburg von nomadischen Buschmenschen bewohnt. Diese wurden 1060 n.Chr. von den Bantus vertrieben, die wiederum das erste richtige Dorf errichteten.
Goldrausch
Als die ersten Europäer sich hier ansiedelten, waren es vor allem die Buren, die langsam kleine Höfe aufbauten. Erst 1880 wurde das Gold entdeckt, welches zu einem riesigen Goldrausch führte. Das erste Gold wurde in Barberton etndeckt, bald darauf wurde man sich aber bewusst, dass Witwatersrand viel reichere Riffe besaß.Die Stadt war zwar immer noch eine eher kleine Siedlung, bald nachdem der Goldfund aber die Runde gemacht hatte, strömten Menschen aus allen Teilen Afrikas, Grossbritanniens, Nordamerikas und dem Rest Europas heran.
Es wurde immer wichtiger, wem das Land gehörte und so stieg die Spannung zwischen den Afrikaners, die diese Gegend im 19. Jahrhundert, beherrschten, und den Briten.
Die Buren verloren den Krieg und mussten die Macht an die Briten abgeben.
Apartheid
Als die Union of South Africa 1910 eingeführt wurde, ermöglichte dies die bessere Kontrolle der Minenarbeit. Die Südafrikanische Regierung setze ein harsches Rassensystem ein, bei dem Schwarze und Inder höhe Steuersätze zahlen mussten, keine qualifizierten Jobs annehmen durften und daher als Wanderarbeiter in den Goldminen arbeiten mussten.
Bald darauf entstanden auch Ghettos in bestimmten, abgegrenzten Stadtteilen; die nicht-europäischen Bevölkerungsteile wurden umgesiedelt und sogennannte "shantytowns" entstanden.
Auch Nelson Mandela lebte in einem dieser Ghettos.
1976 brachen grosse Unruhen aus, die vor allem von Studentenverbindungen angeleitet wurden. Afrikaans, die Sprache der Weissen, sollte nicht mehr in "schwarzen" Schulen gesprochen werden. Die Polizei benutzte Waffen gegen die Studenten und innerhalb von 12 Monaten starben mehr als 1000 Menschen, die sich gegen den Apartheid ausgesprochen hatten. Einer der bekanntesten unter ihnen, dem auch ein Museum gewidmet ist, war Hector Pieterson.
Die Gesetze des Apartheid wurden erst im Februar 1990 abgelegt und seit der Wahlen 1994 ist Johannesburg frei von diskriminativen Regeln. Die schwarzen Stadtteile wurden in das Stadtsystem miteinbezogen und in einigen Gebieten findet man multikulturelle und mehrrassige Nachbarschaften. Es hat auch eine wichtige Abwanderung der grossen Firmen und Geschäfte vom Stadtzentrum ins Umland stattgefunden. Trotz dieser positiven Entwicklungen ist die Kriminalitätsrate immer noch sehr hoch, der Unterschied zwischen Arm und Reich immens und der Apartheid immer noch fühlbar.